Aktuelles

Was gehört in die Biotonne?

Bereits seit vielen Jahren Thema, aber einige Menschen scheinen vergessen zu haben, was wirklich kompostierbar ist und was nicht. Und heute bin ich glücklicherweise im Netz auf die Kampagne #wirfuerbio gestoßen.

Kennt Ihr schon diese Kampagne? Sie gehört zu den ausgezeichneten Teilnehmern, die am 10. und 11. Juni von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur sechsten Woche der Umwelt (WdU) eingeladen sind. #wirfuerbio ist eine gemeinsame Kampagne kommunaler Abfallwirtschaftsbetriebe im Kampf gegen Plastik im Biomüll, bei der auch unsere kommunale AWIGO Osnabrück Teilnehmer ist.

Denn es ist so, dass nicht nur unsere Ozeane im Plastikmüll versinken, sondern es unseren Entsorgungsbetrieben auch immer schwerer fällt, aus verunreinigtem Bioabfall Kompost herzustellen. Und warum? Weil immer noch und wieder Plastik im hauseigenen Biomüll entsorgt wird. Weiterlesen

Bad Essen kann Nachhaltigkeit

Mit einem gelungenen und informativen Faltblatt zeigt die Tourist-Info der Gemeinde Bad Essen, welche nachhaltigen Aktivitäten und Angebote für Bürger*innen und natürlich auch für Tourist*innen es schon gibt.

Nachhaltigkeit hat im Tourismus der Gemeinde Bad Essen schon seit vielen Jahren einen besonderen Stellenwert. Mit dem Beitritt zum CittaSlow-Städtenetzwerk im Jahr 2016 und der Zertifizierung als Fairtrade-Gemeinde im Jahr 2017 wurden deutliche Zeichen gesetzt. Aber auch andere Angebote von regionalen wirtschaftenden Gemüse- und Obstbauern über Kaffee-, Honig-, Fleisch- und Backwaren bis hin zu Naschgärten und „besonderen“ Gastronominnen werden in einer kleinen und lesenswerten Broschüre vorgestellt, die Praktikantin Gillian Marie Depker zusammengestellt hat. Natürlich wurde die 24-seitige Broschüre auf recyceltem Papier gedruckt.

Übrigens gibt es auch regionale Kochrezepte und eine einfache Bauanleitung eines vertikalen Hochbeetes. Das Heft ist kostenlos in der Tourist-Info (Lindenstraße 25) erhältlich und natürlich hier als pdf-Datei zum Downloaden: 202009_Flyer-Nachhaltigkeit_BadEssen.

Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung

Lesenswerter Beitrag und Bericht zum Thema „Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung“:

[Berlin: Mit dem Ausmaß und den Auswirkungen der Lichtverschmutzung befasst sich ein Bericht (19/22433) des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Unter dem Begriff Lichtverschmutzung versteht der vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) verfasste Bericht die unerwünschte Wirkung künstlicher Beleuchtung im Außenbereich.

Es werde vermutet, dass die permanent und periodisch veränderten Lichtverhältnisse durch zunehmende künstliche Beleuchtung negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hätten und zu ökologischen Beeinträchtigungen führten, heißt es in dem Bericht. In den letzten Jahren sei weltweit eine Zunahme der beleuchteten Fläche und der Beleuchtungsintensität festzustellen gewesen. In Deutschland nahm den Angaben zufolge die beleuchtete Fläche am stärksten in Bayern zu, wo sie sich von 2012 bis 2016 um 45 Prozent erhöhte. Bei der Veränderung der Intensität beleuchteter Flächen steht Schleswig-Holstein mit einer Zunahme von 41 Prozent an der Spitze.

Als negative Begleiterscheinungen einer sich ausweitenden künstlichen Beleuchtung führt der Bericht unter anderem ein zunehmendes Problem der Blendung und eine Verschlechterung des Nachtschlafs an. Die Aufhellung des Nachthimmels wirke sich zudem negativ auf die professionelle und die Hobby-Astronomie aus. In ökologischer Hinsicht sei festzustellen, dass künstliche Beleuchtung Verhaltensänderungen bei Pflanzen und Tieren hervorrufen könne.

Als Handlungsoptionen empfiehlt der Bericht unter anderem, die Folgen künstlicher Beleuchtung im Außenbereich weiter zu erforschen und die existierenden Regelungsansätze für eine Vermeidung von Lichtverschmutzung zu ertüchtigen. Konkret angeregt wird beispielsweise, für bundeseigene Gebäude und Anlagen Beleuchtungsrichtlinien zur Minimierung der Lichtverschmutzung zu entwickeln und umzusetzen.]

Quelle: Newsletter hib – heute im Bundestag – Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen / Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit | Bericht vom 25. September 2020 (hib 1014/2020) Link

Der angesprochene Bericht kann hier oder unter folgender Adresse heruntergeladen werden:

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/224/1922433.pdf

Umweltverschmutzung durch Licht

Es gibt Menschen, die reisen im Winter nach Skandinavien um Polarlichter zu sehen. Dann stehen sie vor ihrem Hotel auf der Terrasse und sehen: nichts. Es gibt Menschen, die versuchen das bei einer Kreuzfahrt – und sehen auch nichts. Beide Male ist eines Schuld: Licht! Vor dem Hotel das Licht des Hotels, der Terrasse, der Straßenlaternen. Auf dem Kreuzfahrtschiff die Partybeleuchtung, es sei denn, man fährt mit einem Schiff der Hurtigsten, dann kann man erleben, dass der Kapitän sämtliche Lichter löscht und dann sieht man das Polarlicht. Dann machen manche Touristen Fotos davon und vergessen, den Blitz abzuschalten, und sehen auf den Fotos: nichts mehr. Das Blitzlicht hat das Polarlicht überdeckt. Genauso ist aber auch in unserem normalem Leben: Straßenbeleuchtung und das Licht, das aus den Häusern herausdringt, verhindert in den bebauten Gebieten einen klaren Blick auf den Himmel. Aber auch in der Natur ist das von den Dörfern und Städten ausgehende Streulicht so stark, so dass man vom Sternenhimmel nicht mehr viel sieht. Dazu kommt dann auch noch die Luftverschmutzung in unseren Breiten. Wozu werden denn die großen Observatorien alle auf hohen Bergen in Gegenden gebaut weitab jeder menschlichen Bebauung.

Ich jedenfalls habe die Milchstraße schon lange nicht mehr gesehen.

Und zufällig bin ich letztens bei arte reingezappt und bei dieser Sendung hängen geblieben: https://www.arte.tv/de/videos/076599-000-A/deutschland-bei-nacht/ Schaut doch mal rein! (Verfügbar vom 13/02/2020 bis 12/05/2020)

Notwendige Katzenverordnung für die Gemeinde Bad Essen

Das Problem ist mittlerweile vielen bekannt: verwilderte Katzen vermehren sich übermäßig, werden krank und halb verhungert aufgefunden und stellen an sogenannten „Hot-Spots“ durch Verschmutzungen und nächtlichen Lärm ein Ärgernis für Anwohner dar. Ein anschauliches Beispiel ist ein Grundstück in der Ortschaft Bad Essen, auf dem sich geschätzt 50 Katzen aufhalten. Sie leben dort halbwild und warten auf Futter. Das zur Verfügung gestellte Futter und die fehlende sonstige Versorgung führen zu weiteren Problemen. So vermehrt sich die Population immer mehr. Dort und in der weiteren Umgebung mischen sich bei den Bürgerinnen und Bürgern Ärger um die Verschmutzungen und Sorge um die verwahrlosten Tiere. Das Problem ist, die Eigentumsverhältnisse der Katzen zu bestimmen. Per Gesetz ist derjenige, der die Tiere füttert, für die Tiere verantwortlich. Das heißt, dass er/sie auch im Fall einer Kastrationsmaßnahme für die Kosten aufkommen muss.

Fachleute weisen seit Jahren darauf hin, das sogenannte „Freigängerkatzen“ unbedingt gechipt und kastriert sein sollen, um die Eigentums- und Verantwortungsfrage eindeutig zu klären. Nur so ist die Verelendung der Katzen, die ohne Halter sind, zu verringern.

Wir von BENE begrüßen es, das aufmerksame Bürgerinnen 2019 bereits mehrfach mit der Politik in Bad Essen in Kontakt traten und die politischen Gremien aktivierten. Nun ist eine diesbezügliche Verordnung in der Diskussion und steht im Februar /März 2020 auf der Agenda des Rates der Gemeinde Bad Essen.

Hinweis und Link: Bürgerinformationssystem der Gemeinde Bad Essen Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse. Hier: Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung Februarsitzung.